Charlotte Josephine

Ein wachsendes Leben

Heiligabend

Heute ist Heiligabend. Eigentlich ein ganz gewöhnlicher Tag für Charlotte, sie wartet nicht wirklich angespannt auf das Christkind und plantscht erstmal vergnügt morgens in der Badewanne. Kika will sie dann auch nicht gucken, sondern Bob der Baumeister: Abenteuer auf der Ritterburg. Auch gut.

Zum Frühstück gibts die obligatorische Flasche Milch, danach muss es heute noch eine Flasche Kakao sein. Zum Mittag Rührei, aber nicht wirklich viel. Und so fahren wir nach langem Hick-Hack, denn puzzeln mit Papa ist grad so spannend, doch noch in die Kirche. Zwar nicht unsere Kirchengemeinde, aber eine unheimlich sympathische mit vielen Aktionen für Kinder. Und so gibt es heute ein Weihnachtsmusical. Charlotte fand es auch toll, weil so viele “Kinder und Jungs und Babys” da waren. Allerdings kündigte sie ca. nach der Hälfte an, sie habe nun Hunger und wolle dringend Essen und Trinken.

Wieder zurück zu Hause, da war alles dunkel im Flur… und im Wohnzimmer leuchete es dafür umso mehr. Das Christkind war in der Zwischenzeit da gewesen und hatte viele Kerzen angezündet, den Tannenbaum erleuchtet und auch rund um die Krippe eine Lichterkette drapiert. Papa hatte nix mitbekommen, sondern geschlafen. Charlotte sortierte zunächst mal die Geschenke, denn längst nicht alle waren für sie. Da gab es auch noch Gaben für Opa Uli, Cintja, Oma Birgitt und viele viele mehr. Fein säuberlich machte sie also zwei Stapel, einen für sich und einen für alle anderen, die wir dann in den nächsten Tagen verteilen werden.

Nach dem Auspacken wurde erstmal die Kugelbahn aufgebaut und kurz bespielt, danach gestempelt, denn das Dino-Spiel benötigt eine Batterie, die Mama und Papa natürlich nicht vorrätig haben. Anschließend gab es Essen vom neuen Piraten-Geschirr und … oh… das Christkind hatte ein Geschenk vergessen und auf Charlottes Essplatz gestellt: Einen Drachen! Und auch der wurde während des Essens nur angeschaut und erst anschließend ausgepackt. Woher hat Charlotte eigentlich diese Disziplin?

Danach wurde nochmal gestempelt und auch die Murmeln mussten noch einmal durch die Murmelbahn. Mama spielte DJ und Charlotte tanzte eine halbe Stunde sehr ausgiebig zu flotten Liedern.

Im Bett – ich fragte nach, was sie alles geschenkt bekommen hat – sagte sie: die drei Könige und das Christuskind und ein Buch, den Rest habe ich im Wohnzimmer vergessen. Ah ja! Mit ihrer Taschenlampe – das wohl schönste Geschenk aus dem Adventskalender – im Arm ist sie schließlich eingeschlafen.

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