Die ersten Stunden
Um 16.49 Uhr erblickte die kleine Maus das erste Mal das Licht der Welt. Stumm lag sie auf meinem Bauch, hob nur das Köpfchen und versuchte, sich vorsichtig umzuschauen. Nach einer ganzen Weile durfte Thorsten sie dann abnabeln, außerdem hatte die Hebamme kurz vorher Blut aus dem Nabel abgenommen, das dann untersucht wurde. Mit zwei weiteren schnellen Wehen wurde die Nachgeburt geboren. Zwei kleine Kalkstellen waren zu sehen, aber ganz normal, da meine Kleine sich mit der Geburt jede Menge Zeit gelassen hat.
Für Charlotte ging es dann zum messen, wiegen, abtrocknen und anziehen. Für mich hieß es auch erstmal Untersuchung nach Rissen, dann nähen und anschließend durfte ich mich wieder bequem ins Bett legen und meine Kleine kam wieder in meine Arme.
Gegen 17.30 Uhr konnte ich meine Eltern anrufen, außerdem brachte mir die Praktikantin mein Abendessen und Thorsten bekam mein Mittagessen aufgewärmt.
Papa machte um 18.15 Uhr dann die ersten Fotos von Charlotte, ich lag immer noch im Kreißbett und durfte mir Zeit mit allem lassen.
Um 18.30 Uhr gingen die frischgebackenen Großeltern wieder und ich wurde geduscht, angezogen und dann im Bett in mein Zimmer gefahren. Und weil Charlotte bis dahin ja total lieb war, machte sie dann um so mehr auf sich aufmerksam.
Die Kinderkrankenschwester half mir, die Kleine zum 2. Mal anzulegen. Das erste Mal im Kreißsaal hatte nicht so wirklich funktioniert. Schließlich war die Kleine dann zufrieden, doch leider nicht lange. Ab ca. 22 Uhr weinte die Maus unaufhörlich und die Schwester nahm sie schließlich mit ins Säuglingszimmer, damit ich schlafen konnte. Aber dazu war ich viel zu aufgewühlt, ein wenig vor mich hin gedöst hab ich.
Um 4.15 Uhr war die Nacht dann auch schon wieder vorbei, ich bekam Gesellschaft von einer weiteren frisch gebackenen Mutter und auch Charlotte wurde – endlich tief schlafend (laut Schwester hatte sie bis 2 Uhr noch geweint und heftige Bauchschmerzen gehabt) – wieder zu mir gebracht.


