Um 10 Uhr heute morgen gings los. Der Papa war bereits seit gestern auf Geschäftsreise und wir hatten daher Großes vor heute. Einen Zoobesuch! Lotte guckt ja sooo gerne “Lars, der kleine Eisbär”, dazu haben wir die beiden Kinofilme und mittlerweile 4 Bücher und sie liebt ihn. Daher wollte ich ihr den Eisbär mal in natura zeigen.
Wir haben Oma Roni noch abgeholt und fuhren nach Gelsenkirchen. Nette Innenstadt *hüstel*, sooo in etwa hatte ich mir den Ruhrpott vorgestellt, jedenfalls der Weg von der A40 bis zum Zoo….
Hach nee, Zoo heißt das ja nicht mehr, sondern Zoom-Erlebniswelt. Aber auf englisch kann man das auch viel besser ausdrücken als im Deutschen.
Jedenfalls regnete es in Strömen. Also Regenhaube über den Buggy. DAS wiederum gefiel dem Lotti gar nicht und so machten wir direkt hinter dem Einlass gleich Station im ersten Shop. Immerhin hatte ich Lotte auch versprochen, dass ich ihr ein Eisbär-Stofftier kaufe. Hatten sie aber nicht mehr, gibts erst nächsten Sommer wieder. (NEIN, bitte jetzt nicht alle Eisbär-Klamotten kaufen!!!! – im übrigen ist der Eisbär vom ABC-Zoo verschwunden, alle anderen Figuren sind noch da, wo sie den wohl versteckt hat?) Und so schenkte ihr eine Mitarbeiterin eine Eisbär-Postkarte und wir kauften einen Lutscher. Lotte wurde von den Mitarbeiterinnen dort sofort als sehr genügsam eingestuft. *g*
Aber wir wollten ja richtige Eisbären gucken. Und so betraten wir Alaska und sahen Luchse (zu weit weg), Schneeeulen (zu unbeweglich), die Waschbären vertilgten gerade ihren Mittagsfisch, die Baumstachler haben wir gar nicht gesehen, die Biber waren weg und wir fanden sie in ihrer Höhle unter der Wärmelampe – recht so, es regnete schließlich, den Alaska-School-Bus musste Lotte besteigen und Skunke haben wir betrachtet und dann waren wir auch schon am Alaska Diner samt Spielplatz und hier wippte Lotte eine Runde mit drei anderen Kindern.
Auf dem See waren Ente und Gänse zu sehen, einen Polarfuchs (der schlief direkt vor der Glasscheibe und störte sich kein bißchen an den Besuchern, und schließlich befanden wir uns in den Bergen bei den Kodiak-Bären. Große, zottelige, braune Bären, die Charlotte sehr gefallen haben, waren sie auch ein wenig weit weg. Durch Sam´s Mine gelangten wir an den Fluss-/Wasserfallübergang. Ich traute mich mit Charlotte über die Hängebrücke. Die großen Jungs hinter uns schaukelten gewaltig, aber meiner Kleinen gefiel es. Der kann es sowieso nicht doll genug gehen!
Leider haben wir nicht auf die Karte geschaut und dadurch die Kodiak Cave verpasst, vielleicht hätten wir hier die Bären von näher dran gesehen?
Und schon war da wieder ein Spielplatz mit einem Blauwalskelett. Lotte konnte sich gar nicht trennen vom Sand und wollte eigentlich nur zurück zum Wasserfall…
Dann aber lockten sie Seelöwen und sie erkannte “Robby”. Die Bering-Straße, hier als gläserner Tunnel im Seelöwen-Gewässer, hat uns allen sehr gut gefallen und wir verweilten etwas zum gucken.
Anschließend dann mehrere Gehege mit Eisbären, aber alle nicht so wirklich Lottis Geschmack. Ob sie ihr nicht weiß genug waren? Und Schnee lag ja auch nicht….
Ins Alaska-Ice-Adventure durften wir nicht, weil Lotte noch zu klein ist. Aber davor konnte sie einen Eisbären reiten. DEN widerum fand sie gut?!
Wölfe haben wir auch keine gesehen und Otter waren auch nicht da. Dafür aber die Elche. Wenn auch etwas schläfrig.
Und schon war Alaska zu Ende und weil wir nur 2 Stunden dafür gebraucht haben, gings gleich weiter nach Afrika.
Noch zu erwähnen wäre der muckelig warm beheizte Wickelraum!!!!
Wir konnten Lotte überzeugen, wieder im Buggy Platz zu nehmen und ohne Regenhaube ließ sie sich das auch gefallen. Trotzdem musste sie bei fast jedem Tier aussteigen.
Watussiringer, Somalischafe (lustig mit schwarzen Köpfen) und Afrikanische Zwergziegen, von denen eine ausgebüchst war und im Vorgarten fraß und danach – Löwen! Ein stattlicher Löwe brüllte zur Begrüssung, so ein Löwenbrüllen hatte ich mir wahrlich anders vorgestellt. Irgendwie klang er heiser. Aber er stand auch weiter weg, aber auch für Lotte noch gut zu sehen.
Ein paar Meter weiter dann die Überraschung, hier war ein Teil des Löwengeheges hinter Glas und nur mit der Glasscheibe dazwischen konnten wir die Löwen betrachten. Einer lag seelenruhig vor den Füßen der Zoobesucher, ein anderer lief vor der Scheibe auf und ab (ich durfte nicht “tigerte auf und ab” schreiben, ist schließlich ein Löwe gewesen).
Weiterhin spannend waren die Stachelschweine, die sich auch unter einer Rotlicht-Lampe drängelten und die große Buschsavanne mit Zebras, Straußen, Antilopen, Geiern, Marabus und weiteren (die aber eh keiner kennt).
Die Giraffen der Busch-Baumsavanne waren gerade in der Boma. Ein Schild klärt uns auf, dass die Giraffen in Afrika in der Boma gefangen werden und sollten wir sie hier gerade nicht sehen, so sind sie sicherlich draußen in der Savannenregion. Aha. Sie waren aber da. Und nun will ich nachlesen über ein/eine Boma und finde nur Links, in denen erklärt wird, dass “Boma” der Begriff für einen (eingezäunten) Ess-/Grillplatz im Freien in Afrika ist. Von Giraffen keine Spur. Auch gut.
Neben der Savannen-Anlage gibt es zahlreiche Sitzplätze, wahlweise an der Savanne oder aber am großen See.
Da vom Regen alles nass ist, essen wir unsere Pommes mit Currywurst (sehr lecker beides) im Stehen.
Laut Plan haben wir die halbe Strecke geschafft und das in nur 45 Minuten, also drehen wir nicht wie ursprünglich geplant um, sondern gehen auch den Rest noch weiter. Die Bootsfahrt auf dem See heben wir uns für besseres Wetter im nächsten Sommer auf. Hier gibt es Paviane, Erdmännchen und Flamingos.
Highlight für Charlotte war dann das Freigehege der Flusspferde. “Hippo” tauchte auf und wieder unter, stieg schließlich aus dem Wasser, schiß seitlich ans Ufer, aktivierte den integrierten Wischer (Schwanz) und schwankte langsam rückwärts wieder ins Wasser.
Einige Affen gabs dann noch in einem Innenraum zu betrachten, ebenso wie einen Graupapagei, der es Lotte auch angetan hatte. Mein Fazit: Schimpansen haben einen furchtbar hässlichen Hintern!
Über die Lemuren-Insel gelangten wir schließlich zum Ausgang und hinter uns lagen 3,5 Stunden regnerischer Zoo(m)spaziergang.
Für die Sommermonate aber DER Tipp für alle Großeltern
