Charlotte Josephine

Ein wachsendes Leben

Archiv: September 2006

Gesundes Essen

Den Tag verbringen wir bei gutem Wetter (zumindest war es trocken) viel draußen. Charlotte und ich stehen spät auf und frühstücken alleine. Frauke und Micha haben schon wieder Steine auf den Anhänger geladen  und sind schon am Unterstand – hier wird nämlich fleißig gepflastert, damit die Pferde im Winter trocken stehen.

Nachmittags fahren wir einkaufen, Frauke, Sjoerd und Jonna kommen auch mit und irgendwie meistern wir mit drei Kindern den halbwegs großen Einkauf (für mich ist der jedenfalls schon groß).

Charlotte hüpft wahrscheinlich den halben Tag auf dem Trampolin. Den anderen halben Tag ernährt sie sich gesund und verblüfft damit Fraukes Kinder. Jonna spuckt eine Weintraube, die sie wohl aus Futterneid auch mal probieren wollte, gleich im hohen Bogen wieder aus. Daraufhin füttert sie Charlotte sehr fürsorglich mit Trauben und Lotti kommt mit dem Essen gar nicht mehr nach.
Und Sjoerd gibt sogleich Auskunft, dass man die Tomaten, die auf der Terrasse wachsen, nicht essen kann. Da ich aber nicht glaube, dass hier was giftiges angepflanzt wurde, lasse ich Charlotte ruhig die Tomaten ernten. Tut ja sonst keiner :)

Radeln und Reiten

3MädelRadUnd weil ich ja sooooo gerne radel, durfte ich gleich kurz nach der Ankunft mit beiden kleinen Mädels auf Fraukes Rad zur Weide kurven. Die Helme dienen bei dieser Fahrt nur der Zierde, ich sollte für Charlotte dringend mal einen passenden Helm kaufen, damit wir uns nicht immer einen leihen müssen.

Also ging es los zur Weide, Frauke fuhr mit dem Auto und transportierte frisches Wasser hin.
Und was tut man, wenn man lange nicht geritten ist? Genau, man schwingt sich auf ein fremdes Pferd und reitet ohne Sattel und Zaumzeug :) Naja, zumindest ich tu das.

Aber die Kids kommen auch nicht zu kurz und Lotti darf auch auf Meg und Joker sitzen, um dann mit Christina eine Runde um die Weide zu galoppieren. Dafür ist sie aber noch nicht sicher genug und hat auch angst gehabt. Während Jonna ein bestimmtes “noch mehr (sc)h(n)ell” kräht, ist Charlotte froh, als sie wieder bei mir auf dem Arm ist.
Ich möchte aber auch nochmal “mehr (sc)h(n)ell” reiten und schnappe mir die gute Meg. Hach ist das schön, so eine befreiende Runde galoppieren!

Danni auf Joker 2006092917_lottimeg.jpg Lotti auf Joker Christina mit Lotti auf Joker Danni und Megan

Auf dem Weg gen Norden

Da wir noch nicht gefrühstückt hatten und Reiseproviant brauchten, machten wir uns erstmal auf die Suche nach einem Bäcker und fanden ein SB-Backhaus. An der Kasse durfte Lotti Lose ziehen und gewann prompt ein Semmelbrötchen.

Draußen vor der Tür hatte inzwischen ein Polizeimotorrad geparkt, welches von Charlotte gebührend bewundert wurde. Leider lud der nette Polizist aber nicht zum Probesitzen ein. Sie hätte sich sicherlich gefreut!

Die nächste Station war eine Tankstelle und von da an ging es zügig gen Norden. Gut drauf und von Mama permanent mit Getränken, Essen und diversen Kinder-CDs beschallt, war Charlotte nicht ein Mal knatschig unterwegs. Zweimal machten wir Pipi-Pause und ungefähr bei Worpswede schlief sie ein. War ja klar, ne halbe Stunde vor der Ankunft.

Bei Frauke stand das Hoftor auf und ich parkte direkt vor dem Stall. Leise schlich ich mich ins Haus und erwischte Frauke, Sjoerd und Jonna beim saubermachen des Meerschweinchenkäfigs.

Kontrolle beim HNO

Leider wußte ich ja vorher nicht, dass ich heute einen Tag Urlaub habe und so hatte ich den Kontroll-Termin beim HNO auf 8.15 Uhr (der erste Termin am Tag) gelegt. Also mussten wir doch früh aufstehen und da wir direkt von Velbert aus in den Urlaub starten wollten, musste auch das Auto noch vorher beladen werden.
Verfahren hab ich mich natürlich auch noch, habe aber hinterher festgestellt, dass ich dieses Mal viel richtiger als beim ersten Besuch beim HNO gefahren bin :) . Und so verwirrte mich Velbert-Neviges ein weiteres Mal mit der spontan auftauchenden Fußgängerzone, keinen Parkplätzen und kleinen Gässchen. Nur diesmal von der anderen Seite aus.

Beim HNO war es proppenvoll, kein Stuhl im Wartezimmer mehr frei und ein netter älterer Herr wollte mir seinen anbieten. Ich lehnte dankend ab, wir passten noch irgendwie in die Kinderspielecke.
Und waren auch prompt als nächstes schon dran. Das nenne ich mal Service!!

Die Ohren sind immer noch nicht ganz in Ordnung, links ist es noch entzündet. Daher soll ich weiterhin Nasenspray geben. Rein routinemäßig wollte er dann noch die Nase kontrollieren. Und stieß auf eine “Perle” – welch vornehmer Ausdruck für einen Popel!
Weit gefehlt, denn plötzlich zückte der HNO ein Instrument in Form einer Häkelnadel. Hä? Und da wehrte sich dann auch Charlotte mal, war wohl nicht so angenehm und die “Perle” entpuppte sich als Maiskorn.

Und der Ausschlag kam tatsächlich vom Antibiotikum, das haben wohl mehrere Kinder.

Links

Sind die Links im Beitrag über Lotta Schlotter alle rosa? Es müssten 4 Stück sein. Bei mir werden aber nur zwei in rosa angezeigt….

Intensive Lektüre

Pixi0953 - Lotta Schlotter DeckblattBereits bei unserem ersten Besuch im Süden Bremerhavens im Januar bekamen wir es geschenkt, das Lieblingsbuch der Gastgeber für das Mädchen mit dem richtigen Namen.

Und es ist ganz erstaunlich, was Google so alles rausspuckt, wenn man nach diesem Buch sucht.
Der Autor ist ein bekannter Comiczeichner und hat sogar eine eigene – gute – Homepage mit einem Auszug aus dem Buch.
Selbstverständlich gibt es dort auch Charlottes Lieblingsseite.

Ihre Lieblingsseite Ihre Lieblingsseite
Ihre Lieblingsseite Ihre Lieblingsseite

Aber zum ersten Mal aus dem Schrank geholt habe ich es erst letzten Freitag. Es handelt sich nämlich um ein kleines Pixi-Buch mit dünnen Blättern. Unser nun erstes in einem sicherlich wachsenden Bücherregal. Bislang ist dieses nur reichlich mit Papp-Bilderbüchern gefüllt – bei meinem kleinen Grobmotoriker auch angebracht.
Charlotte ist so fasziniert von dem Buch – nicht von Lotta, sondern ihre Lieblingsfigur ist der Schrank -, dass sie ganz ordentlich damit umgeht. Sogar zu Oma musste Lotta mitreisen und jeden Abend darf ich ihr das im Bett nun vorlesen. Selbst morgens beim Aufstehen entdeckt sie “Lotta Slotter” sofort und schleppt das Heftlein mit sich rum.Wir haben das nun schon so oft gelesen, dass sie schon viele Wörter selber spricht, ganz leise und zaghaft, aber sie kennt das Buch scheinbar auch schon auswendig.Thorsten liest ihr das nicht vor, sondern erzählt ihr nur was zu den Bildern. Und findet es natürlich albern, dass der Schrank aufs Klo geht (<- gerade das liebt Lotti).

Am 06.10. erscheint die Geschichte als Hörspiel auf der Pixi-Gespenstergeschichten CD/MC, ab 3 Jahren und was Lotta mit Gespenstern zu tun hat, weiß ich auch nicht.

Bei der Stadt Mannheim war “Lotta Schlotter rattert munter kunterbunte Reime runter” der Slogan einer Fortbildungsveranstaltung für Pädagogen zur “spielerischen Förderung der phonologischen Bewusstheit”. Ich denke, da kann Charlotte einigen was vormachen, sie ist sich der Phonologie sehr bewusst.

Bislang wollte Charlotte gar nicht, dass man ihr abends vorliest. Oder sie hat mir das Buch weggenommen und selber gelesen. Viel besser kamen bei ihr Hörspiele an, dafür habe ich eigens einen CD-Player fürs Schlafzimmer gekauft. Und so darf sie sich abends immer aus einigen Märchen-CDs eine Geschichte zum Einschlafen aussuchen. Meist fällt die Wahl auf Rapunzel, aber auch Aschenputtel und Schneewittchen stehen hoch im Kurs. Der kleine Däumling und Das tapfere Schneiderlein “mag die Charlotte nicht”, ganz selten gibt es mal Rotkäppchen oder Hänsel und Gretel.
Seit Lotta Schlotter kuscheln wir nun abends und dabei darf ich lesen, ohne dass sie mir das Heft aus der Hand reißt. Danach gibt´s aber noch ein Märchen.

Nimmt das gar kein Ende?

AusschlagAusschlagAusschlagGestern morgen sah ich im Gesicht bei Lotti ein paar rote Punkte und habe der Oma gleich ihre Versichertenkarte dagelassen. Falls es schlimmer wird, soll die sofort zum Arzt.
Aber Lotti war den ganzen Tag gut drauf, hat gut gegessen, kein Fieber, alles super.

Heute aber waren die Punkte / Flecken viel mehr und auch am ganzen Körper. Leider sieht man das auf den Bilder überhaupt nicht.
Die Hausärztin von der Oma  hat sie untersucht und tippt auf Allergie. Entweder gegen das Antibiotikum letzte Woche oder neues Waschmittel? Nun haben wir ein Antihistaminikum zum schlucken – gut, dass Lotti mittlerweile so Medizin-erfahren ist.

Montags wird gearbeitet

… denn da hat Mama frei.

Vormittags: Ausschlafen bis 9 Uhr und anschließend auf dem Sofa weiter faulenzen und “Lars, der kleine Eisbär 2″ gucken, denn Mama muss noch duschen und frühstücken und sich anziehen. Dann raus auf den Balkon, die verblühten und andere Sommerpflanzen ausbuddeln und in Mülltüten verstauen. Dabei kräftig nach unten winken, da wird gerade ein Pferd ausgeladen.
Wieder reingehen und erschrocken feststellen, dass es schon 10 vor 1 ist und ganz wacker den von Oma mitgenommenen Bauernsalat von gestern auftischen. Schmeckt nicht, zumindest Charlotte schmeckt er nicht. Gut, vielleicht eine Pflaume. Nee. Ein Joghurt? Nein. Wackelpudding? Nein. Keks? Nein. Brot? Nein, doch die Pflaume. Und von Mamas Teller Salat, der schmeckt besser als der eigene. Ok.
Ab ins Bett, Mittagsschlaf, relativ zügig einschlafen. Mama guckt auf den Funkwecker: 12.42 Uhr – Kind schläft. Halt! War nicht gerade schon 10 vor 1 in der Küche? Ist es auch immer noch, denn die Uhr ist stehen geblieben.

Um 13.35 Uhr klappert es draußen, schon wieder kommt ein Pferdetransporter und mehrere Pferde werden ausgeladen. Das ist doch sonst nur am Wochenende zur Turniersaison so? Charlotte wird natürlich wach und hat somit nicht wirklich lange geschlafen.

Alle Mann anziehen, Tasche packen und ab ins Auto. Wir fahren in die Autowaschanlage. Charlotte ist begeistert, aber es ist ihr auch unheimlich. Als wir fertig sind sagt sie: Nochmal!
Mama will aber zu dem Baufachmarkt mit dem Biber, dort kann Charlotte im Einkaufswagenauto sitzen und ich in Ruhe Winterbepflanzung einkaufen.

Und anschließend gehen wir endlich auf die Kirmes in Niederwenigern. Ich hatte mir das dörfliche Event viel kleiner vorgestellt, aber auch so wurden alle Klischees erfülllt. Allein durch das anwesende Publikum. Aber immerhin 4 Kinderkarussells, 1 Autoscooter, 5 !!! Süßigkeitenstände, 2 Würstchenbuden, 2 (?) Bierwagen, Enten angeln, Fäden ziehen, Pfeilwerfen, Dosenwerfen (wieso heißt das nicht “mit Bällen AUF Dosen werfen”, man wirft schließlich nicht die Dosen), Trampoline und ein Pizza-Mann, sowie Handtaschen-Portemonaie-Gürtel-Sonnenbrillenverkauf – was man eben auf so einer Kirmes alles erwartet.
2006092501_karussell.jpgAm liebsten wäre Charlotte ja in das Karussell gegangen, welches sich hoch und runter bewegt und dem Autoscooter war sie auch nicht abgeneigt, aber Mama hat beschlossen, es wird nur “Dschungel-Bahn”, eine kleine Eisenbahn, gefahren. Das “Baby-Karussell”, bei dem man auf diversen Tieren im Kreis fahren konnte, war ihr viel zu langweilig. Da hab ich sie zwei Mal fahren lassen, nachdem sie zuerst einmal mit der Eisenbahn gefahren ist. Und sie war auch einverstanden, dass wir weitergehen und uns erstmal mit Weintrauben im Schokomantel stärken.
Schnell, schnell zurück zur Eisenbahn, reinsetzen, Mama geht einen Chip kaufen, den Charlotte immer stolz dem “mitreisenden jungen Mann” übergeben hat. Als ich sie dann allerdings nach einer Fahrt wieder aus dem Zug geholt habe, da war das Geschrei groß. Dafür durfte sie dann mitgehen, einen neuen Chip kaufen und einer Fahrt mal von außen zugucken. War dann auch ok, dass die Bahn einmal ohne sie gefahren ist.

Danach waren wir noch schnell ein Paket Milchpulver kaufen und sind dann heim gefahren, wo der Papa schon auf uns wartete. Prompt wollte das kleine Baby eine Flasche Milch trinken und ist dann auch erledigt ins Bett gefallen.

Lieber spazieren

Unterwegs an der Ruhr Auf dem Dreirad Weil so schönes Wetter ist, gehen wir lieber an die Ruhr. Auch mit dem Dreirad, damit das mal bewegt wird. Hier gibt es einen Hund zu bestaunen, der unermüdlich das geworfene Stöckchen aus dem Fluss holt. Und Radfahrer. Ist ja schließlich schönes Wetter. Da geht man spazieren. Oder Rad fahren. In Rudeln. Und da Charlotte ja so ein liebe Kind ist, grüßt sie jeden Radfahrer mit Handzeichen. Wer ihr das nun wieder beigebracht hat?

Aber vielleicht auch was eigens von ihr kreiertes (<- tolles Wort!!)? So wie sie seit ca. 1 Woche nur noch Mami, Papi, Omi und Opi sagt. Hat ihr auch niemand beigebracht, kam von allein.

Ponyreiten

Kleiner OnkelKleiner OnkelIn der Nachbarschaft von Oma und Opa ist ein Autohaus neu eröffnet worden. Hierzu wurde ein riesiges Zelt aufgebaut, eine Live-Band engagiert, es galt Gewinnspielzettel auszufüllen und für die Kleinsten gab es: PONYREITEN.
Und weils eben nebenan ist, haben wir nach dem Mittagessen einen Ausflug mit dem Dreirad gemacht.

Wirklich voll war es bei dieser Feier nicht, die Sängerin sang vor einem ca. 10köpfigen Publikum.

Zum Reiten kam Charlotte auch sofort dran und zwei Mädels kümmerten sich hervorragend. “Kleiner Onkel” hatte zwar nicht wirklich Lust darauf, sich irgendwie zu bewegen, aber das war Charlotte ja egal.

Aber ob es ihr wirklich Spaß gemacht hat? Ich glaub nicht.

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