… denn da hat Mama frei.
Vormittags: Ausschlafen bis 9 Uhr und anschließend auf dem Sofa weiter faulenzen und “Lars, der kleine Eisbär 2″ gucken, denn Mama muss noch duschen und frühstücken und sich anziehen. Dann raus auf den Balkon, die verblühten und andere Sommerpflanzen ausbuddeln und in Mülltüten verstauen. Dabei kräftig nach unten winken, da wird gerade ein Pferd ausgeladen.
Wieder reingehen und erschrocken feststellen, dass es schon 10 vor 1 ist und ganz wacker den von Oma mitgenommenen Bauernsalat von gestern auftischen. Schmeckt nicht, zumindest Charlotte schmeckt er nicht. Gut, vielleicht eine Pflaume. Nee. Ein Joghurt? Nein. Wackelpudding? Nein. Keks? Nein. Brot? Nein, doch die Pflaume. Und von Mamas Teller Salat, der schmeckt besser als der eigene. Ok.
Ab ins Bett, Mittagsschlaf, relativ zügig einschlafen. Mama guckt auf den Funkwecker: 12.42 Uhr – Kind schläft. Halt! War nicht gerade schon 10 vor 1 in der Küche? Ist es auch immer noch, denn die Uhr ist stehen geblieben.
Um 13.35 Uhr klappert es draußen, schon wieder kommt ein Pferdetransporter und mehrere Pferde werden ausgeladen. Das ist doch sonst nur am Wochenende zur Turniersaison so? Charlotte wird natürlich wach und hat somit nicht wirklich lange geschlafen.
Alle Mann anziehen, Tasche packen und ab ins Auto. Wir fahren in die Autowaschanlage. Charlotte ist begeistert, aber es ist ihr auch unheimlich. Als wir fertig sind sagt sie: Nochmal!
Mama will aber zu dem Baufachmarkt mit dem Biber, dort kann Charlotte im Einkaufswagenauto sitzen und ich in Ruhe Winterbepflanzung einkaufen.
Und anschließend gehen wir endlich auf die Kirmes in Niederwenigern. Ich hatte mir das dörfliche Event viel kleiner vorgestellt, aber auch so wurden alle Klischees erfülllt. Allein durch das anwesende Publikum. Aber immerhin 4 Kinderkarussells, 1 Autoscooter, 5 !!! Süßigkeitenstände, 2 Würstchenbuden, 2 (?) Bierwagen, Enten angeln, Fäden ziehen, Pfeilwerfen, Dosenwerfen (wieso heißt das nicht “mit Bällen AUF Dosen werfen”, man wirft schließlich nicht die Dosen), Trampoline und ein Pizza-Mann, sowie Handtaschen-Portemonaie-Gürtel-Sonnenbrillenverkauf – was man eben auf so einer Kirmes alles erwartet.
Am liebsten wäre Charlotte ja in das Karussell gegangen, welches sich hoch und runter bewegt und dem Autoscooter war sie auch nicht abgeneigt, aber Mama hat beschlossen, es wird nur “Dschungel-Bahn”, eine kleine Eisenbahn, gefahren. Das “Baby-Karussell”, bei dem man auf diversen Tieren im Kreis fahren konnte, war ihr viel zu langweilig. Da hab ich sie zwei Mal fahren lassen, nachdem sie zuerst einmal mit der Eisenbahn gefahren ist. Und sie war auch einverstanden, dass wir weitergehen und uns erstmal mit Weintrauben im Schokomantel stärken.
Schnell, schnell zurück zur Eisenbahn, reinsetzen, Mama geht einen Chip kaufen, den Charlotte immer stolz dem “mitreisenden jungen Mann” übergeben hat. Als ich sie dann allerdings nach einer Fahrt wieder aus dem Zug geholt habe, da war das Geschrei groß. Dafür durfte sie dann mitgehen, einen neuen Chip kaufen und einer Fahrt mal von außen zugucken. War dann auch ok, dass die Bahn einmal ohne sie gefahren ist.
Danach waren wir noch schnell ein Paket Milchpulver kaufen und sind dann heim gefahren, wo der Papa schon auf uns wartete. Prompt wollte das kleine Baby eine Flasche Milch trinken und ist dann auch erledigt ins Bett gefallen.