Seit wir wieder aus der Pfalz da sind, mag Charlotte nicht mehr allein schlafen. Sie wacht nachts schreiend auf und ich habe auf erneuten Zahndurchbruch getippt. Stimmt wahrscheinlich auch, denn im Oberkiefer ist es schon wieder verdächtig weiß.
Heute allerdings wollte sie überhaupt nicht schlafen. Sie hat geradezu hysterisch gekreischt, wenn wir sie in ihr Bett gelegt haben. Auf dem Arm war alles in Ordnung, aber eingeschlafen ist sie da auch nicht.
Um 21 Uhr hab ich ihr daher noch eine halbe Flasche Milch gemacht, die sie brav aufgesüppelt hat und danach ist sie mit in mein Bett gegangen und dort lieb eingeschlafen. Hatte sie nun noch wirklich Hunger? Ist sie nun wegen der warmen Milch im Bauch eingeschlafen? Oder brauchte sie was zum saugen?
Vorher hat sie an ihrem Kuscheltuch rumgesüppelt, das wandert morgen direkt in die Waschmaschine…
Eigentlich sollte dieses Bild noch in den anderen Beitrag, aber es wollte nicht… Egal was ich gemacht hab, es hat sich schön über den Text gelegt.
PS: Den Fehler hab ich grad gefunden, denn auch hier wollte das Bild erst nicht
Nun bleibt es aber so.
Wie versprochen, hier der Bericht vom kurzen Wein-Urlaub.
Am Freitag gabs bei meinen Eltern schon um 11.30 Uhr ein vorgezogenes Mittagessen für alle und dann gings mit vollgepacktem Auto zu fünft incl. Kindersitz ab auf die Autobahn. Wir sind einigermaßen gut durchgekommen und mit einmal verfahren dann auch so gegen 15 Uhr in Kirrweiler angekommen. Hermann begrüßte uns schon auf dem Hof und ich hab alles wiedererkannt, obwohl ich ca. 15 Jahre nicht dort war.
In der riesengroßen Ferienwohnung konnten wir uns schön ausbreiten und dann zu einem kurzen Spaziergang starten. An die Runde konnte ich mich zwar nicht erinnern, aber ich bin wohl auch früher schon so rum um Kirrweiler gelaufen. Na denn… Charlotte fand es prima, sie wollte ständig aus dem KiWa raus und selber laufen. So waren wir auch nicht so schnell, aber als wir außer Sichtweite der letzten Häuser waren, gönnten wir uns frische Weintrauben aus dem Wingert.
Wieder zurück bei Zöllers auf dem Hof, zeigte Charlotte endlich mal, dass sie auch alleine laufen kann. Allerdings nur zum Blödsinn machen, denn an der Hauswand ist ein kleiner Brunnen, in den man herrlich kleine Steinchen werfen und anschließend wieder rausfischen kann.
Weil Charlotte in der Weinstube beim Essen viel zu unruhig war, sind Mama und ich mit ihr in die Wohnung und Charlotte dann auch früh ins Bett.

Am Samstag hatten wir volles Programm: zunächst fuhren wir mit dem Auto durch Maikammer nach St. Martin und liefen dort dann durch die Altstadt. Verwinkelte Gassen und alte Häuser, geprägt vom Weinanbau, und ebenfalls ein Dorf2000 der EXPO… schon interessant, dass die Schilder dort immer noch an den Ortseingängen stehen.
Zum Mittagessen gingen wir in die alte Jugendherberge und dort kannte ich noch alles. Charlotte machte einen ausgedehnten Mittagsschlaf im KiWa auf dem “Käschteweg”, war auch ruckelig genug. Mama und ich haben derweil Kastanien gesammelt, die ich mir am Mittwoch abend gekocht hab – lecker!
Nachdem Charlotte dann ausgeschlafen hatte, sind wir wieder ab ins Auto zu unserem nächsten Ziel: dem Hambacher Schloß. Nun kriegt Charlotte auch noch Kultur geboten
, aber sie war mehr daran interessiert zu laufen, bergauf… im Schloss dann sämtliche Treppen rauf und wieder runter… und dann den Schlossberg bis zum Auto wieder runter.
Schließlich bei Zöllers wieder angelangt sind Mama, Charlotte und ich noch meine alte “Eselrunde” gegangen. Hier hatte sich zwar auch einiges verändert, aber ich hätte die Strecke wohl auch alleine wiedergefunden. Nur die Esel, die sind weg. Da sind zwar noch einige verwilderte Schrebergärten, aber der Modellflugplatz hat sich ausgebreitet und außerdem ist einiges von dem Gelände als Pferdeweide eingezäunt. Hier gab es dann doch noch glatt 6 Walnüsse zu finden und jede Menge Weintrauben frisch von der Rebe. Schmeckt Charlotte sehr gut und die kleinen Pfälzer Trauben sind genau mundgerecht für sie und süüüüüüüß.
Nach kurzer Geschmacksprobe von Leberknödel, Saumagen, leckerem Pfälzer Brot und Bratwurst fiel Charlotte erschöpft schon um 7 Uhr ins Bett.
Am Sonntag nach Frühstück und Koffer packen machten wir noch eine Stippvisite in Speyer und besichtigten dort den Dom… naja… wir störten beim Gottesdienst wäre treffender. Dann ging es einmal die Fußgängerzone hoch und runter und anschließend gen Heimat. Die Fahrt mussten wir einmal zum Essen unterbrechen, Charlotte meldete Hunger an unterwegs, aber danach konnten wir bis zu Hause durchfahren.
Nach unserem Umzug ist immer noch keine Ruhe eingekehrt. Wir waren gleich an zwei Wochenende nacheinander zu einem Kurztrip unterwegs.
Der erste führte uns vom 06.-09. Oktober nach Clausthal-Zellerfeld, wo wir in Stefans Wohnung schlafen konnten. Am Donnerstag Abend besuchten wir den Bergbauernmarkt in Zellerfeld, wo es für alle leckere Sachen zu essen und viel zu sehen gibt.
Während Mama am Freitag Stefans Wohnung putzte, waren wir mit Charlotte in Goslars Fußgängerzone bummeln.
Nachmittags dann wurds anstrengend. Thorsten wollte unbedingt auf den Brocken wandern und so ließen wir Charlotte bei Mama und machten uns auf, einen geeigneten Wanderparkplatz finden. In Oderbrück gab es noch einen Parkplatz für uns. Der Kaiserweg führte uns von da zum “Dreieckigen Pfahl” und weiter über den Goetheweg und das Hochmoor über den Neuen-Goetheweg zum Brocken. Eine treffende Wegbeschreibung gibt es hier. Der Wettergott meinte es gut mit uns und den kompletten Nachmittag schien die Sonne. So wurde uns während unserer Wanderung so richtig schön warm, bis uns der Wind auf dem Brocken kräftig entgegen pustete. Insgesamt waren wir ca. 5 Stunden unterwegs, 4 davon sind wir gewandert.
In Wildemann war am Samstag Nachmittag der 19-Lachter-Stollen zur Besichtigung dran. Weil wir zu früh waren, sind wir mal wieder spazieren gegangen. Auf unwegsamen Pfad am Rande der Stadt Wildemann haben wir es trotz Kinderwagen und einigen Stolperstellen bis zum Kurpark geschafft und Mama und Charlotte dort zurück gelassen. Mit dem Pochjungen Johann fuhren wir ein in den Berg und der Erzabbau wurde wieder lebendig (und meine Hose dreckig).
Und so ging es weiter nach Grasleben zum Springturnier. Stefan und Cintja erwarteten uns dort bereits, aber sehnsüchtiger erwartet wurde wohl eher Charlotte
.
Cintja war erst um 19 Uhr dran mit ihrem Start und so konnten wir uns erstmal stärken, hatte es doch bisher noch kein Mittagessen gegeben. Charlotte war das alles zu langweilig, sie wollte laufen… laufen… laufen. Ist nichts mehr mit rumsitzen im Kinderwagen und geschoben werden, selber laufen ist nun die Devise und zwar am liebsten Treppen hoch. Keine Treppe ist mehr vor ihr sicher und stillsitzen war für sie nur während der zwei Starts von Cintja dran.
Nach der Siegerehrung machten wir uns um 20.30 Uhr auf den Heimweg nach Clausthal und am Sonntag ging es nach gemütlichem Frühstück dann wieder heim.
Am vergangenen Wochenende dann waren in der Pfalz, der Bericht folgt später!